www.siegfriedkeusch.at // Die Experten für den stationären Handel

Einkaufsverhalten: Die 4 signifikantesten Veränderungen durch Corona

Okt
4
Blogbeitrag

Nach den Öffnungen des stationären Handels am 8. Februar 2021 hatte Österreich mit einer dritten und auch noch mit einer vierten Infektionswelle zu kämpfen. Bis heute (26.09.2021) haben 5.707.472 Menschen in Österreich mindestens eine Corona-Schutzimpfung erhalten, das sind 63,89% der österreichischen Bevölkerung. 5.389.744 Menschen, das sind 60,34%, haben einen vollständigen Impfschutz. Dennoch befinden wir uns nach wie vor in einem ständigen Auf und Ab. Was in den nächsten Monaten passiert, ist unsicher. Auch wenn die meisten von uns unter gar keinen Umständen einen weiteren Lockdown wollen – wissen können wir es nie. Deshalb brennt aus der Sicht des stationären Handels die Frage auf der Zunge: Wie hat sich das Einkaufsverhalten meiner Kunden durch Corona eigentlich verändert?

Die größte globale Studie zum Einkaufsverhalten YouGov Report – die Zukunft des stationären Handels

Der „YouGov Report – die Zukunft des stationären Handels“ ist eine umfassende globale Studie zu den Veränderungen im Einkaufsverhalten durch Corona. Dazu wurden auf über 55 globalen Märkten Hunderttausende von Variablen untersucht. Untersuchungsgegenstand war das Einkaufsverhalten der Befragten weltweit während der Corona Pandemie im Jahr 2021. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse:

1. Der Dual Channel ist absoluter Spitzenreiter im Einkaufsverhalten

Das Einkaufsverhalten der Befragten könnte viel eindeutiger nicht sein. Ob in Deutschland, in China oder in Mexiko: Der Prozentsatz jener Konsumenten, die sowohl online als auch im stationären Handel kaufen, liegt umgerechnet auf die Gesamtbevölkerung des jeweiligen Landes zwischen 74% und 91%. Die Anzahl jener, die ausschließlich stationär kaufen, beläuft sich auf einen Anteil von 3-22%. Ausschließlich online kaufen zwischen mindestens 3% und maximal 17%.

2. Die Menschen kaufen Lebensnotwendiges häufiger im stationären Handel

Bei der Befragung wurde zwischen den Produktkategorien Essentials (Lebensnotwendiges) und Discretionary (Freizeitartikel) unterschieden. Zu lebensnotwendigen Produktkategorien zählen Kosmetika, Haushalt & Reinigung, Essen & Trinken, Medikamente und medizinische Bedarfsartikel, die Sanitärversorgung sowie Körper-, Haar- und Gesichtspflege. Den Freizeitartikeln zugeordnet wurden Bücher, Schmuck, Elektronik, Tablets, Kleidung, Mobiltelefone sowie vergleichbare Produkte.

  • Käufe im stationären Handel: Im stationären Handel haben 78% der Befragten Lebensnotwendiges und 57% Freizeitartikel gekauft.
  • Käufe online: Im online Handel haben 57% der Befragten Lebensnotwendiges und 72% Freizeitartikel besorgt.

3. Einschränkungen durch Covid-Maßnahmen bestimmen Einkaufsverhalten

Eine logische Konsequenz der Pandemie ist: Wenn Sie einen Staubsauger brauchen, aber kein Geschäft offen hat, in dem Sie Elektrogeräte kaufen können, so bestellen Sie diesen mit hoher Wahrscheinlichkeit online. Während beispielsweise ein strenges Maßnahmenpaket die Menschen in Deutschland davon abgehalten hat, stationär einzukaufen, ist in Australien unter milderen Maßnahmen genau das Gegenteil passiert – mehr Menschen als sonst kauften stationär.

4. Konsumenten kehren nach COVID-19 zu ursprünglichem Einkaufsverhalten zurück

Den Menschen waren und sind durch COVID-19 beim Thema Einkaufen häufig die Hände gebunden. Das heißt, dass sie teils nicht auf ihrem bevorzugten offline Kanal einkaufen konnten. Kleidung ist hierfür das markanteste Beispiel. Dennoch werden diese Konsumenten wieder zu ihrem ursprünglichen Einkaufsverhalten zurückkehren, weil Sie am online Kanal nicht dasselbe vorgefunden haben wie offline. Sie dürfen dabei aber nicht vergessen, dass Ihre Kunden mit über 80%iger Wahrscheinlichkeit dual unterwegs sind.

Was bedeuten die Ergebnisse für Sie als stationärer Händler?

Wie ich es in meinem Buch ENDSTATION STATIONÄRER HANDEL? (Keusch, 2020) prophezeit habe, hat Covid-19 sämtliche Dynamiken, die hinter dem Kaufverhalten stehen, gravierend verändert. Doch wie sind diese Ergebnisse des YouGov Report – die Zukunft des stationären Handels von Ihnen als stationärer Händler zu interpretieren?

Duale Präsenz on- und offline bietet bei unsicherem Krisenverlauf ein Höchstmaß an Sicherheit

Da im Durchschnitt 82,5% der Menschen, die etwas kaufen wollen, offline UND online unterwegs sind, die meisten Menschen sowohl Lebensnotwendiges als auch Freizeitartikel online und offline kaufen und alle folgenden und zugleich unvorhersehbaren Covid-Maßnahmen auch in Zukunft das Einkaufsverhalten von off- auf online und umgekehrt verlagern werden, wird Ihre Rechnung als stationärer Händler nur dann aufgehen, wenn Sie sowohl online als auch offline aufrüsten. Auf diese Weise erreichen Sie ein Höchstmaß an Sicherheit, Stabilität und Unabhängigkeit vom weiteren Fortgang der Pandemie.

Der Retail-Check für Investitionen an der richtigen Stelle

Für stationäre Händler, die ihre Produkte bereits neben ihrem POS auch im Online-Shop anbieten, ist der Retail-Check ein ideales Instrument, um die Stärken und Schwächen Ihres online und offline Handels herauszufiltern. Sie wollen ja nicht dort investieren, wo sich Ihre Investitionen bereits gelohnt haben, sondern dort etwas verändern, wo Bedarf besteht. Das Siegfried Keusch Team besteht aus erfahrenen Experten, die alle für Sie relevanten Bereiche abdecken. Näheres zum Retail-Check sowie zu Ihrem persönlichen Maßnahmenplan für eine sichere, krisenverlaufsunabhängige und umsatzstarke Zukunft für Ihren stationären Handel erfahren Sie in einem ersten, kostenlosen Orientierungsgespräch mit mir.

Made with Love by